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Gerade mal sechs Jahre sind vergangen, seit das Komponistenviertel zum Fördergebiet der Gemeinschaftsinitiative URBAN und gleichzeitig zum Sanierungsgebiet erklärt wurde. Die Defizite waren damals offensichtlich: Marode Altbauten, sanierungsbedürftige Schulen und eine hohe Umweltbelastung durch den Verkehr und die vielen Kohleöfen. Dazu kamen erhebliche Mängel in der sozialen Infrastruktur. In dem dicht bebauten Gebiet fehlte es an Sport- und Freizeitflächen sowie an Jugend- und Senioreneinrichtungen. Seitdem hat sich im Kiez rechts und links der Berliner Allee einiges getan. Viele Altbauten wurden wieder hergerichtet und zahlreiche Neubauwohnungen entstanden. "Nach einer Phase der baulichen Erneuerung geht es nun an die Verbesserung des Wohnumfeldes", sagt Manuela Rhode vom Sanierungsbeauftragten complan. Am besten wird das am Antonplatz deutlich, der zur Zeit mit Mitteln aus dem Programm "Stadtweite Maßnahmen" umgestaltet wird. Das Herzstück des Komponistenviertels soll verkehrsberuhigt werden, Sitzbänke und ein paar Bäume sollen dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. "Entstehen soll ein städtischer Platz, keine grüne Oase", betont die Stadtplanerin Rhode. Zudem sind in der Mahlerstraße gleich zwei Jugendfreizeitstätten sowie ein Spielplatz geplant. Ein Teil der Mahlerstraße soll zur Spielstraße werden. Auch URBAN engagiert sich im Gebiet, um die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern. Gefördert werden zum Beispiel verschiedene ökologische Sanierungsprojekte. Ein weiterer Schwerpunkt sind Qualifizierungsangebote, um vor allem Jugendliche und benachteiligte Bevölkerungsgruppen fit zu machen für die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt.
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