"Öko-Firmen im Gotteshaus" - Vorzeigeobjekt Auferstehungskirche


KirchBauhof gGmbH
Projekt Umweltforum Berlin
Auferstehungskirche

Hasenheide 54
10967 Berlin
Telefon 61 60 92 71
Fax 61 60 92 72
E-Mail
g.gessler@kirchbauhof.de



Umweltforum Auferstehungskirche

Wird zu einem
Umweltforum ausgebaut:
die Auferstehungskirche
in der Friedenstraße

Im Friedrichshainer URBAN-Gebiet tut sich was! Zum Beispiel in der Friedenstrasse 83. Hier wird derzeit die Auferstehungskirche ökologisch saniert und zu einem Umweltforum umgebaut. Bis Ende 2001 soll ein "Zentrum für ökologisches Bauen und Umweltberatung" eingerichtet werden, in dem verschiedene Firmen und Projekte der Branche ihren Sitz haben.

Initiiert wurde das Projekt vom KirchBauhof, einer gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Durchgeführt wird es in enger Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, die auch Eigentümer des Gebäudes bleiben wird. "Unsere Zielgruppe sind kleine und mittlere Öko-Unternehmen sowie Existenzgründer", erklärt Gabriele Gessler, Projektleiterin beim KirchBauhof. "Statt allein vor sich hin zu wursteln, können sie gemeinsam die technische Infrastruktur nutzen und sich ein Netzwerk aufbauen", beschreibt Gessler die Vorteile für junge Öko-Firmen. Und die Kunden wiederum, so Gessler, finden alles unter einem Dach und können sich integrierte ökologische Gebäudekonzepte erstellen lassen. Damit die Betriebe sich auch wirklich in ihrem Angebotsspektrum ergänzen, ist daher ausdrücklich ein Nutzungsmix erwünscht. Die Arbeitsschwerpunkte der Unternehmen des Umweltforums sind unter anderem die Planung und Begutachtung von Bauvorhaben nach ökologischen Kriterien, umweltfreundliche Energienutzung sowie Baustellenentsorgung und Abfallmanagement.

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen 13,5 Millionen DM, wovon die Kirche 6,8 Millionen DM über ein Darlehen finanziert. Der Rest stammt aus dem Umweltförderprogramm des Landes sowie aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). "Um die Kredite zu refinanzieren, muss das Umweltforum ein wirtschaftlicher Betrieb werden", betont Gabriele Gessler. Das Geld soll in erster Linie über die Vermietung der Veranstaltungsräume hereinkommen. Gedacht ist vor allem an Tagungen und Seminare zu Umweltthemen, aber auch an kulturelle Veranstaltungen. Gessler hofft, dass das Umweltforum dazu beitragen wird, diese "zentrale, aber entwicklungsbedürftige Ecke" von Friedrichshain zu einem attraktiven Standort zu machen.

Aber auch der ressourcenschonende und ökologische Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes macht die Auferstehungskirche zu einem Vorzeigeobjekt. Bei der Sanierung und bei allen Um- und Neubauten werden umweltfreundliche Materialien und Verfahren genutzt. Ein Besucherinformationssystem weist auf die ökologischen Baumaßnahmen und die moderne Umwelttechnik hin. Dazu gehören unter anderem passive Energienutzung durch Öffnung des Gebäudes nach Südosten, Wärmedämmung der Neubaufassaden, eine Photovoltaikanlage und begrünte Dachflächen. Während der Sanierungs- und Umbauarbeiten beschäftigt und qualifiziert Kirchbauhof besonders benachteiligte Personen des Arbeitsmarktes.