Lokale Maßarbeit mit Teamgeist - Das Konzept der Quartiersmanager


 

Obersozialarbeiter? Kiezwirtschaftsminister? Stadtteil-Tausendsassa? Lauter Versuche, die Arbeit der Quartiersmanager durch neue Berufsbezeichnungen zu erklären. In 15 Gebieten mit insgesamt rund 200 000 Einwohnern sind seit dem Frühjahr „Manager-Teams” am Werk, um die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern. Alle, die sich daran beteiligen wollen, möchten sie an einen Tisch bringen: einzelne Bewohner, bestehende Initiativen und Vereine, Schulen, Wohnungsbaugesellschaften, Gewerbetreibende, Einzelhändler, Kirchengemeinden. In den Büros und Veranstaltungen vor Ort treffen die Ideen der Bewohner auf die Erfahrung der Manager mit dem Ziel, Wege zu verkürzen und vorhandene Potentiale zu stärken. Diese sehr allgemeinen Konzepte sollen die Quartiersmanager mit Leben füllen und „maßgeschneidert” umsetzen. Schließlich haben die 15 Gebiete in Tiergarten, Wedding, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Schöneberg, Neukölln, Köpenick und Marzahn ganz unterschiedliche Probleme und Chancen.

Für zehn Quartiere zeichnet die Senatsbauverwaltung, für fünf die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zuständig. Jedem Gebiet stehen jährlich 300 000 DM zur Verfügung, die Verträge laufen zunächst für drei Jahre.

Zum Teil sind die mit dem Quartiersmanagement beauftragten Teams schon länger im Kiez verwurzelt. So leistet Hans-Georg Rennert vom Kommunalen Forum in Wedding schon seit zehn Jahren engagierte Stadtteilarbeit. Am Falkplatz und am Helmholtzplatz erhielt die seit vielen Jahren als Sanierungsbeauftragte tätige S.T.E.R.N. (Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung) den Zuschlag. Managerin Ute Herrmann kann bestehende Erfahrungen und Kontakte nutzen, wenn es nun zum Beispiel um die Neugestaltung des Helmholtzplatzes geht.