Arbeit und Vergnügen - Perspektiven für die Brandenburger Bahnhofsvorstadt


URBAN Brandenburg
Brandenburger Dienstleistungen GmbH
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Kultur statt Kinderwagen:
neue Nutzung für die
Brennabor-Werke



Chance für das Leben
draußen - Weiterbildung
zum Sanierungstechniker

Mario M. wollte nicht vorzeitig aus der Haft entlassen werden – wegen fehlender Perspektiven für das Leben „draußen”. Das hat sich inzwischen geändert. Als Strafgefangener im offenen Vollzug absolvierte er eine Weiterbildung zum Sanierungstechniker, die ihm neue Orientierung und Selbstvertrauen gegeben hat.

Das Brandenburger URBAN-Projekt „Innovative Fortbildung Sanierungstechniker” bietet Arbeits- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Sozialhilfeempfänger und jugendliche Strafgefangene im Freigang. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Fachwissen und bauhandwerklichen Fähigkeiten. Die Teilnehmer sollen auch lernen, mit den unausweichlichen Konflikten und Niederlagen des Alltags besser umzugehen. Bisher haben 34 junge Männer an der Weiterbildung teilgenommen, 24 von ihnen konnte ein Job vermittelt werden.

Das Know-how der Sanierungstechniker wird zum Beispiel bei den Baumaßnahmen gebraucht, die zur Aufwertung der Brandenburger Bahnhofsvorstadt beitragen. Die Geschichte dieses URBAN-Fördergebiets ist eng verbunden mit den Brennabor-Werken. Die Zeiten, in denen dieser Name für eine florierende Kinderwagen-, Fahrrad- und Motorradproduktion stand, liegen mehr als 70 Jahre zurück. Mit der endgültigen Schließung des Werks 1991 gingen auch die letzten verbliebenen Arbeitsplätze verloren.

URBAN schafft neue Perspektiven: das Backsteingebäude wird zum Kultur- und Gewerbehof umgebaut. Die Mischung von Ateliers, Werkstätten, Büros, Läden, einem Veranstaltungssaal und einem Café soll neues Leben in die Bahnhofsvorstadt bringen. In ein paar Jahren, so die Vision der Planer, könnten die Brandenburger dann nicht nur dort arbeiten, sondern auch Ausstellungen und Konzerte besuchen, essen gehen oder durch die Läden bummeln.