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Stadtplanungsamt Halle |
An kaum einer anderen Stelle wird der Umbruch, den die Stadt Halle seit 1990 erlebt, so deutlich wie im Riebeckviertel, dem URBAN-Gebiet der Stadt an der Saale. Alte Industrien sind verschwunden, zurück blieben Brachen, die nun bebaut und neu gestaltet werden. Ein Anfang ist gemacht, denn der Umbau der Kaffeerösterei Venag in Jugendwerkstätten und in einen Handwerkerhof ist in vollem Gang. Im Juni erfolgte der erste Spatenstich für ein weiteres Projekt: der stillgelegte Thüringer Bahnhof wird in einen 6,5 Hektar großen Park umgewandelt. Wo heute noch Niemandsland ist, entsteht die neue Mitte des Riebeckviertels mit Spiel-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten zwischen Bäumen, Gräsern und Wildpflanzen. Teile der alten Gleisanlagen bleiben an Ort und Stelle, denn die Geschichte des Geländes soll erfahrbar bleiben. Der vorliegende Entwurf enthält bewußt noch weiße Flecken, Bereiche, die nun mit den Ideen der künftigen Nutzerinnen und Nutzer gefüllt werden. Jugendliche wünschen sich zum Beispiel Beachvolleyballplätze und Rasensitzstufen. Aber niemand ist so begeistert bei der Sache wie die Kinder, meint Christiane Lütgert vom Stadtplanungsamt. Im Rahmen von Projektwochen in der Grundschule haben sie Modelle von Labyrinthen, Höhlen und Kriechtunneln gebastelt Vorschläge, die die Planer jetzt aufgreifen. Auch bei der praktischen Ausführung werden die Schülerinnen und Schüler zupacken. Vom Eifer ihrer Kinder wurden ein Stück weit auch die Eltern angesteckt. So interessieren sich inzwischen auch erwachsene Bürgerinnen und Bürger für die Neugestaltung ihres Viertels und die damit verbundenen Mitbestimmungsmöglichkeiten. |